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Es gibt kaum einen schöneren Liebesbeweis unserer Fellmonster, wie das Schnurren. Wenn sie neben uns liegen und bei uns einschlafen wollen.

Aber wieso schnurren Katzen überhaupt? Und warum tun dies keine anderen Tiere? Und schnurren Katzen wirklich nur, wenn sie sich wohl fühlen?


Was ist das Schnurren und wo kommt es her?

Schnurren ist ein niederfrequentes, gleichmäßiges Geräusch (ca. 27-44 Hz) mit etwa 20-30 Vibrationen pro Minute. Katzen schnurren in einer Minute bis zu 1500 Mal.

Erzeugt wird dieses Geräusch mit dem Zungenbein der Katze. Das Zungenbein verbindet die Zunge mit dem Schädel. Bei unseren Hauskatzen ist dieses Zungenbein verknöckert, weshalb die Schnurr-Laute entstehen können. Bei Großkatzen – wie z.B. ein Löwe – ist dieses Zungenbein elastisch, weshalb sie nur beim ausatmen schnurren können.

Siehe auch: Warum können unsere Minilöwen nicht brüllen wie ein echter Löwe?


Warum können keine anderen Tiere schnurren?

Wie oben schon erwähnt können alle Kleinkatzen Schnurren, Großkatzen dagegen nicht. Trotzdem sind Kleinkatzen nicht die einzigen Tiere, welche schnurren können. Gürteltiere können tatsächlich auch schnurren.


Wann schnurren Katzen?

Wenn sie sich wohl fühlen

In den meisten Fällen schnurren Katzen, wenn sie sich wohl fühlen. Oft legen Katzen sich auf einen bestimmten Platz und schnurren so lange, bis sie eingeschlafen sind.

Bei Stress, Schmerzen und Angst

Katzen schnurren aber auch bei Stress, Schmerzen oder Angst. Katzen können in dem Fall mit dem Schnurren sich selbst oder Artgenossen beruhigen, da es im Körper der Katze das Glückshormon Serotonin freisetzt. Eine Katzenmutter schnurrt schon beim ersten Säugen ihrer Baby’s, um ihre Jungen und sich von der Geburt zu beruhigen.

Babykatzen können ab ihrem 2. Lebenstag bereits schnurren.

Auch wenn Katzen Schmerzen haben, können sie schnurren. Dies dient einerseits zur Beruhigung, andererseits zur Unterstützung der Heilung. So verheilen z.B. Knochenbrüche bei Katzen schneller, als bei anderen Säugetieren.

Zur Kommunikation

Schnurren ist auch ein Kommunikationsmittel gegenüber Artgenossen. So schnurren z.B. Ranghöhere Tiere und den Rangniedrigeren zu signalisieren, das sie sich entspannen sollen und keine Angst haben brauchen.


Die Wirkung auf den Menschen

Tatsächlich profitieren wir Menschen auch von einer schnurrenden Mieze. Das schnurren wirkt auch auf uns beruhigend, kann so Stress minimieren und beim einschlafen helfen oder sogar Blutdrucksenkend wirken.


1 Kommentar

  1. Liebe Miezenmami Sarah! Ich habe es geliebt wenn unsere Mieze auf meinem Bauch schnurrend eingeschlafen ist. Dann bin ich tagelang bewegungslos still liegen geblieben. L. G. Bernd

Die Kommentare sind geschlossen.

Autor

amber@dschungelkatzen.de

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