Leider wird immer noch häufig die Hundesprache mit der Katzensprache gleichgestellt. Doch sprechen die Beiden eine komplett verschiedene (Körper-)Sprache!
So wird häufig angenommen, wenn eine Katze sich auf den Rücken legt, würde dies Unterwerfung bedeuten. Doch ist dies ganz und gar nicht der Fall!
Wenn eine Katze sich auf den Rücken legt, kann dies mehrere Bedeutungen haben. Es kommt auf die Ausgangssituation an:
Spielen. Wenn zwei Katzen spielen, kann häufig beobachtet werden, dass sich eine Katze auf den Rücken legt und die Vorderbeine hochhält. So, als wolle sie den anderen „Umarmen“. Dies ist dann eine Aufforderung zum Spielen und sie wartet, dass ihr Spielgefährte sie anspringt. Beim Spielen machen die Katzen kaum, oder nur leise laute, im Gegensatz zum Kampf.
Kämpfen. Auch wenn Katzen kämpfen, kann eine der Katzen auf dem Rücken liegen und die Vorderbeine ausstrecken. In diesem Falle, hat sie alle „Waffen“ zum Gegner gerichtet und sind einsatzbereit (Krallen vorne und hinten, Zähne). Doch wenn es sich um einen Kampf handelt, sind deutlich sichtbarer die Ohren angelegt und sie schlägt erregt mit dem Schwanz auf den Boden. Wenn es dann zum Kampf kommt, sind häufig deutliche Schreie zu hören, es fliegt Fell und die Rauferei spielt sich viel schneller ab, als beim Spielen.
Schlafen. Fühlt eine Katze sich in ihrer Umgebung pudelwohl, kann es auch vorkommen, dass sie auf dem Rücken schläft. Der Bauch der Katze ist ihre empfindlichste Stelle und schläft sie so in Deiner Anwesenheit, kannst Du Dich glücklich schätzen, da es ein sehr deutlicher Liebesbeweis ist! Siehe auch: 10 Liebesbeweise Deiner Katze.
Kommunikation mit dem Menschen. Wenn eine Katze sich in Deiner Nähe befindet und sich vor Dir auf den Rücken legt, und sich vielleicht noch hin und her wälzt, ist es eine Geste, die zum Streicheln auffordern soll. Wenn Deine Katze Dir vertraut, schließt sie dabei ihre Augen und kann manchmal sogar einschlafen.
Doch macht eine fremde Katze diese Geste bei Dir, ist Vorsicht geboten! Oft lassen fremde Katzen sich nur kurz am Bauch streicheln und sie könnte plötzlich mit allen ihren Waffen Deine Hand angreifen, eben mit kratzen und beißen.
Das ist auch der Grund, weshalb Katzen oft als hinterhältig bezeichnet werden.
Dabei ist es einfach so, dass Du als Fremder nicht das Privileg hast, sie an ihrer empfindlichsten Stelle zu streicheln – eben am Bauch!
Und wie sieht Unterwerfung nun aus?
Wenn eine Katze sich unterwirft, zieht sie den Schwanz ein und duckt sich. Sie macht sich klein, bleibt aber dabei auf den Füßen. Der Dominantere kann sie nun am Genick packen und hat sie so in einem Griff, der die Beweglichkeit des Gegenüber „einfriert“. Siehe auch: Der Nackenbiss.
Es stimmt nicht, dass Katzen nur mit einem Biss in die Kehle töten können, sie können es auch mit einem Biss in den Nacken!
Eine andere Variante der Unterwerfung ist, wenn die Katze sich leicht auf die Seite rollt. Dabei bleibt sie aber weiterhin geduckt und die Vorderpfoten bleiben am Boden. Jetzt könnte der Dominantere auch den zu dem Biss in die Kehle ansetzen.
Um schwere, oder gar tödliche Verletzungen in einem Mehrkatzenhaushalt zu vermeiden, ist es unbedingt wichtig, dass ALLE Tiere kastriert werden! Mehr dazu kannst Du hier nachlesen: Müssen Wohnungskatzen kastriert/sterilisiert werden?
2 Gedanken zu „Katze legt sich auf den Rücken: Unterwerfung ?“
Liebe Miezenmami Sarah! Die Gründe warum sich eine Katze vor mir auf den Rücken legt sind so vielseitig. Bis ich die alle richtig gedeutet habe lacht die Katze mich ja aus. L. G. Bernd
Hallo, Du erklärst alles so schön und ausführlich, man wird zum Katzen verstehen.
Danke
Gruß Doris